Birkenau: Das Rennen ums Bürgermeisteramt ist eröffnet. Das sagen die Fraktionen von SPD, Grüne, FDP und AfD zu ihren Plänen.
Birkenau. Mit Michael Anthofer steht der erste Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Birkenau fest. Am Donnerstagabend, 13. August, gab der 37-Jährige seine Kandidatur bekannt (wir haben berichtet). Der CDU-Gemeindeverband Birkenau hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung den CDU-Fraktionsvorsitzenden in der Birkenauer Gemeindevertretung zu seinem Bürgermeisterkandidaten nominiert. Auch ein Termin für die Bürgermeisterwahl steht mittlerweile fest: Am 14. März 2027 werden die Birkenauer Bürger zur Wahlurne gebeten.
Mit dem ersten Namen im Rennen um das Bürgermeisteramt ist der Wahlkampf offiziell eröffnet. Daher hat sich unsere Redaktion bei den Fraktionen in der Birkenauer Gemeindevertretung zum aktuellen Stand umgehört: Planen die jeweiligen Ortsverbände der Parteien einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen oder gegebenenfalls einen unabhängigen Kandidaten zu unterstützen? Manche Fraktionen halten sich noch bedeckt, jedoch andere finden deutliche Worte.
Für die SPD ist es noch zu früh
„Bei derzeit nur einem Bewerber ist es noch zu früh, eine Aussage zu machen“, beantwortet Jochen Kruse, Vorsitzender der SPD-Fraktion, unsere Anfrage.
Grüne ohne eigenen Kandidaten
Deutlicher wird schon Hans-Jürgen Roos, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen: „Wir planen nicht, einen eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl im März 2027 aufzustellen“, schreibt er. „Aktuell werden wir Grüne in Birkenau im Bürgermeisterwahlkampf keinen Kandidaten beziehungsweise keine Kandidatin offiziell unterstützen.“ Für die Grünen stünden die politischen Inhalte und die Zukunft der Gemeinde im Mittelpunkt, nicht die Parteizugehörigkeit einer Person. Daher werde man mit allen Kandidaten das Gespräch suchen und sie zu einem Austausch über die für Birkenau wichtigen Themen einladen. Ziel sei es, dabei zu erfahren, welche Vorstellungen und konkreten Konzepte sie beispielsweise für Klimaschutz und Klimaanpassung, die Entwicklung der Ortsteile, die Finanzen, das Freibad, Verkehr und Infrastruktur sowie die Bürgerbeteiligung haben, zählt Roos auf. „Wir werden uns die unterschiedlichen Positionen genau anschauen und anschließend entscheiden, mit wem wir bei den für uns wichtigen Themen die größten Übereinstimmungen sehen.“ Eine Wahlempfehlung oder offizielle Unterstützung schließen die Grünen in Birkenau derzeit nicht aus, sie sei aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.
FDP möchte Wechsel im Rathaus
Konkret wird auch die FDP-Fraktion in ihrer Antwort: „Die FDP Birkenau wird keinen eigenen Kandidaten aufstellen“, heißt es vonseiten der FDP-Fraktion. Nach aktuellem Stand der Dinge werde die Birkenauer FDP den CDU-Kandidaten Michael Anthofer im Wahlkampf unterstützen. „Mit Sicherheit wird die FDP den aktuellen Amtsinhaber nicht unterstützen, sondern vor allem darauf hinarbeiten, dass es einen Wechsel im Rathaus geben wird“, betont die FDP-Fraktion.
„Gegenwärtig kein Grund zur Eile“
Die nach der diesjährigen Kommunalwahl neu in die Birkenauer Gemeindevertretung gewählte AfD-Fraktion antwortet auf unsere Anfrage: „Wir lassen uns mit dieser Entscheidung Zeit.“ Und: „Wir sehen gegenwärtig keinen Grund zur Eile“, schreibt AfD-Fraktionsvorsitzende Catherine Schmiedel. Birkenaus Bürgermeister Milan Mapplassary ließ die Anfrage dieser Redaktion zu einer erneuten Kandidatur für die Bürgermeisterwahl 2027 noch unbeantwortet.